Auch Frauen sind von Haarausfall betroffen

Etwa 34% aller Frauen leiden ab dem 25. Lebensjahr unter Ihrem Haarproblem. Bei Frauen im besten Alter sind sogar 40% von Haarausfall betroffen. Das Thema des Haarausfalls bei Frauen genießt in unserer Gesellschaft bei Weitem nicht dieselbe Präsenz wie etwa bei Männern. Dies liegt in aller Regel daran, dass Frauen aufgrund der meist länger getragenen Haare Ihr Haarproblem besser kaschieren können. Die Ursachen des weiblichen Haarausfalls können sehr verschiedener Natur sein. Lesen Sie im Folgenden mehr zu den Typen des weiblichen Haarausfalls und was Sie dagegen tun können.

  • 34% aller Frauen ab 25 leiden unter Haarausfall
  • Bei Frauen im besten Alter steigt die Quote auf 40%

Ursache androgenetische Alopezie:
Wenn über die Gene der Eltern Haarverlust vererbt wird

Vergleichbar mit dem typischen Phänomen des Haarausfalls bei Männern, können auch Frauen unter genetisch bedingter Alopezie (Haarausfall) leiden. Dabei spielt es keine Rolle, ob Haarausfall väterlicher- oder mütterlicherseits erkennbar ist. Beide Elternteile können diese Art von Haarausfall vererben.

Ist diese Art von Haarausfall diagnostiziert, sprechen Haarexperten vom anlagebedingten bzw. androgenetischen Haarausfall. Ein typischer Verlauf beginnt mit einer Ausdünnung der Haare, meist am Vorder- und Oberkopf und zeigt sich anfänglich an einem Zurückziehen der Haarlinie, Entwicklung von Geheimratsecken und in einem weiteren Status an einem lichter werdenden Scheitelbereich.

Stress und hormonelle Einflüsse sind ebenfalls Ursachen

Auch wenn Haarausfall dieser Art genetisch veranlagt ist, ist ungewiss ob und zu welchem Zeitpunkt er sich bemerkbar macht. Die Ausprägung bzw. der Ausdruck einer genetischen Anlage hängt vielmehr auch von hormonellen Einflüssen oder dem Alter ab. Ebenso können Stress- und Ernährungsfaktoren erheblichen Einfluss auf die Entwicklung des programmierten Haarausfalls nehmen – im positiven wie auch negativen Sinne.

Trotz Möglichkeit am anlagebedingten Haarausfall zu leiden, kommt dies bei Frauen vergleichsweise weniger häufig vor als bei Männern. Oftmals ist es sogar so, dass sich erblicher Haarausfall bei Frauen erst in oder nach den Wechseljahren zeigt. Grund hierfür ist die hormonelle Umstellung im Organismus. Insbesondere Testosteron, einem eigentlich männlichen Androgen, welches aber auch im weiblichen Körper produziert wird, wird hierbei eine entscheidende Bedeutung beigemessen. Es wird über die Blutbahnen in die Haarwurzeln transportiert, ehe es sich dort festsetzt und seine entscheidende Wirkung erst durch Wandlung in das Androgen DHT (Dihydrotestosteron) entfaltet.

Diffuser Haarausfall:
Wenn medizinische Situationen Haarausfall verursachen

Häufigste Form des Haarausfalls bei Frauen ist der sogenannte diffuse Haarausfall. Haarexperten nennen ihn „diffus“, weil er schleichend und meist verzögert eintritt. Der diffuse Haarausfall kündigt sich also nicht an, indem etwa Geheimratsecken an den Schläfen zum Vorschein kommen. Die Haare lichten sich vielmehr am Oberkopf und verlieren an bestimmten Stellen an Volumen. Auch dadurch wird diffuser Haarausfall oftmals erst spät bemerkt. Die Auslöser sind häufig medizinischen Ursprungs, können aber vielfältig sein. So können zum Beispiel gynäkologische Erscheinungen wie eine Schwangerschaft oder die eintretenden Wechseljahre einer Frau ebenso verantwortlich zeichnen wie eine auftretende Erkrankung und ihre notwendige medikamentöse Behandlung.

Diffusen Haarausfall bekanntermaßen auslösende Medikamente und Arzneien werden häufig eingenommen bei:

  • Schilddrüsen-Erkrankungen
  • Erkrankungen des Bindegewebes
  • hohem Cholesterin
  • Therapien zur Blutverdünnung
  • blutdrucksenkenden Therapien
  • epileptischen Erkrankungen
  • Gicht-Erscheinungen
  • Chemotherapien

Aber auch eine falsche Ernährung, zum Beispiel durch Magersucht oder Mangel an Mineralstoffen, Diätpillen und die Einnahme von Drogen wie bspw. Kokain können diffusen Haarausfall in Gang setzen.

 

Diffuser Ausfall von Haaren ist asymmetrisch

Üblicherweise ist der Verlauf bei diffusem Haarausfall dergestalt, dass das Haarwachstum zunächst verlangsamt und dann für etwa 12-15 Monate komplett unterdrückt wird. Erst im Anschluss fallen die Haare dann aus. Diffuser Haarausfall kann über das gesamte Kopfhaar auftreten und sich dabei ungleichmäßig (asymmetrisch) verteilen.

Dennoch gibt es beim diffusen Haarausfall, der bei Männern kaum in Erscheinung tritt, Chancen, ihn umzukehren, wenn es dem Haarspezialisten gelingt, die verantwortlichen Ursachen abzustellen.

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